Der Markt für Holzfenster hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Veränderung erfahren. Steigende Anforderungen durch Energieeinsparverordnung und Förderprogramme haben dazu geführt, dass die Bautiefen zugenommen haben und neue konstruktive Ansätze notwendig wurden. Gleichzeitig hat der technologische Fortschritt – insbesondere der Einsatz moderner CNC-Bearbeitung – die Möglichkeiten für differenzierte Fensterkonstruktionen erheblich erweitert. Hersteller können heute deutlich flexibler auf objekt- und kundenspezifische Anforderungen reagieren und damit sowohl gestalterische als auch funktionale Ziele präzise erfüllen. Diese Vielfalt stärkt die Position des Holzfensters im Wettbewerb und eröffnet Chancen, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.
Die Diskussion über den Einsatz tropischer Hölzer, deren Verfügbarkeit und Nachhaltigkeit hat zu einer verstärkten Nutzung heimischer Holzarten geführt. Kiefer, Fichte und Eiche gehören weiterhin zu den üblichen Werkstoffen, ergänzt durch Alternativen wie Eucalyptus globulus und andere Hölzer, die für maßhaltige, nichttragende Bauelemente im Außenbereich zugelassen sind. Der Anteil modifizierter Hölzer – etwa Thermoholz oder Accoya – bleibt trotz ihrer technologischen Vorteile gering. Höhere Materialkosten, spezielle Verarbeitungseigenschaften und Zurückhaltung gegenüber neuen Werkstoffen bremsen eine größere Marktdurchdringung.
