5. Oktober 2018

Kein Unterdruck, kein Ausbauchen

Nach der glasstec 2018 führt Swisspacer die Lösung für den Druckausgleich in Mehrscheiben-Isoliergläsern in den Markt ein.

Auch in großen Gebäudekomplexen wie diesem tragen optimierte Abstandhalter wie der Swisspacer zu einer erhöhten Energieeffizienz und Heizkosten-Einsparung bei. Foto: Lamilux.

Schon zur letzten glasstec in 2016 hatte Swisspacer eine erste Lösung für den Druckausgleich von Isoliergläsern vorgestellt. Jetzt wird der „Swisspacer air" mit integrierter Membran nach erfolgreichem Abschluss von Langzeittests als marktreifes Produkt in Düsseldorf auf der glasstec 2018 präsentiert. Unmittelbar danach wird die Lösung für den Druckausgleich in Isoliergläsern und die Beherrschung der Klimalasten im Markt verfügbar sein. Damit zeigt Swisspacer im Jahr des 20-jährigen Bestehens, dass im Zusammenhang mit optimierten Abstandhaltern noch große Entwicklungspotenziale für Isoliergläser stecken.

Das Problem

Isoliergläser sind in der Regel hermetisch verschlossen. Was angesichts des steigenden Anteils von Dreifachverglasungen und dem damit verbundenen größeren Gasvolumen, immer größeren Formaten, größeren asymmetrischen Aufbauten etc. zunehmend Qualitätsprobleme auf Grund von Klimalasten aufwerfen kann. Wird beispielsweise bei der Produktion der Verglasungen nicht der endgültige Einsatzort berücksichtigt, führt das leicht zu erhöhtem Stress im Randverbund: Werden die Scheiben in Flachland produziert, aber im Hochgebirge eingebaut, so werden die Gläser auf Grund des Druckunterschiedes zwischen dem Scheibenzwischenraum und der Atmosphäre ausbauchen.

Bei Unterdruck kann das Einziehen der Scheiben die im Scheibenzwischenraum integrierten Bauteile wie Sonnenschutzsysteme einklemmen und so deren Funktion beeinträchtigen. Durch das Ein- und Ausbauchen der Glasscheiben wird der Randverbund mit Spannungen belastet. Dabei ist der Effekt für Randverbund und Glas umso stärker, je größer das im Scheibenzwischenraum eingeschlossene Gasvolumen ist und je ungünstiger die Scheibenabmessungen sind.

Dies kann, gerade bei kleinen und sehr schmalen Isoliergläsern, zu einer verkürzten Lebensdauer des Randverbundes oder zum Bruch der Verglasung führen. Schon seit Jahren sucht die Branche nach einer Lösung. Auch das ift Rosenheim hatte sich daher im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Thematik beschäftigt. Hierüber wurde auf den Rosenheimer Fenstertagen im Oktober 2016 berichtet.

Die Lösung

Der „Swisspacer Air" liefert die Antwort auf ein grundlegendes Problem der Branche, denn er sorgt für den kontinuierlichen Druckausgleich zwischen dem Außenklima und dem Scheibenzwischenraum. „Wir hatten bei der Produktpräsentation zur letzten glasstec bereits die Gewissheit, dass der Swisspacer Air grundlegend funktioniert", erklärt Dr. Martin Henseler, Leiter Entwicklung und Produktmanagement. „Doch leider stellte sich heraus, dass es bei der Qualifikation zur industriellen Herstellung einige Aspekte gab, mit denen wir nicht zufrieden waren und die unserem Qualitätsanspruch einfach nicht genügten. Gleichzeitig hat unsere Produktentwicklung die Zeit genutzt, die Funktion des Swisspacer Air noch zu verbessern, indem sie die Konstruktion in Details verändert hat. Mit den Anpassungen, die nun auf Herz und Nieren geprüft wurden, können wir sicher sein, dass der Swisspacer Air allen Anforderungen gerecht wird."

Die komplette Titelgeschichte lesen Sie ab Seite 50 in der Oktober-Ausgabe von bauelemente bau.

Um Swisspacer virtuell zu besuchen klicken Sie hier.

 

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