27. August 2020

ift weitet Masken-Prüfung aus

Der stellv. Prüfstellenleiter des ift Rosenheim im neuen PSA-Labor bei der Gebrauchssimulation zur Behandlung der Masken mit definierter Luftfeuchtigkeit und künstlicher Lunge. Foto: ift Rosenheim

Nachdem das ift Rosenheim seit Mitte Mai 2020 erfolgreich „Mund-Nase-Schutz“-Masken (CPA-Masken) prüft, wird nun die Notifizierung als Prüf- und Zertifizierungsstelle für Atemschutzgeräte, filtrierende Halbmasken mit/ohne Ventile sowie trennbaren Filtern gemäß EN 149, EN 405 und EN 1827 vorbereitet.

„Damit wollen wir auch die Prüf-Engpässe bei diesen Masken verringern und uns bei der Prüfung persönlicher Schutzausrüstungen (PSA) etablieren. Diese sind ja auch in vielen Baubereichen relevant, beispielsweise bei der Entsorgung asbesthaltiger Baustoffe“, so der Geschäftsführer Dr. Jochen Peichl.

Für staub- und aerosolhaltige Umgebung nötig

Deshalb wird das ift Rosenheim die Prüfmöglichkeiten ausbauen, damit neben der Leckage-/Durchlassmessungen und dem Atemwiderstand auch die Filterwirkung der Partikel gemessen werden kann. Dies ermöglicht dann die Klassifizierung der Atemschutzmasken in die Klassen FFP1, FFP2 und FFP3. Diese Masken werden ebenso dringend für Personen gebraucht, die in staub- und aerosolhaltiger Umgebung arbeiten müssen, beispielsweise bei Lackierarbeiten oder im Umgang mit Gefahrstoffen beim Rückbau asbesthaltiger Baustoffe.

Da Atemschutzmasken in die Risikokategorie III der PSA-Verordnung eingestuft werden, ist eine EG-Baumusterprüfung für die CE-Kennzeichnung nicht ausreichend. Vielmehr muss in dieser höchsten Kategorie eine notifizierte Stelle zusätzlich die interne Fertigungskontrolle mit Produktprüfungen oder die Qualitätssicherung des Produktionsprozesses prüfen und überwachen. Parallel zum Ausbau des Prüflabors wird deshalb die Notifizierung als Prüf- und Zertifizierungsstelle gemäß Verordnung über persönliche Schutzausrüstung (EU) 2016/425 (PSA-Verordnung) vorbereitet.

Damit kann das ift Rosenheim dann alle notwendigen Prüfungen und Zertifizierungen anbieten. „Persönliche Schutzausrüstung und Atemmasken sind auch im Baubereich weit verbreitet. Man denke nur an die Sanierung asbesthaltiger Baustoffe. Deshalb ist die Erweiterung der Kompetenz in diesem Prüfbereich für das ift Rosenheim eine sinnvolle Ergänzung zur Prüfung und Zertifizierung von Baustoffen und Bauelementen“, so Peichl.

Auf die Homepage des ift Rosenheim geht es hier entlang.

 

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