23. März 2021

Verbände liefern aktuelle Fakten zur Sonnenschutztechnik

Die Publikation macht u.a. die Bedeutung der Sonnenschutztechnik für den Klima- und Energiehaushalt von Wohngebäuden deutlich. Grafik: IVRSA, BVST und VSR.

Die Planung von hoch transparenten Gebäuden wird durch den Klimawandel vor neue Herausforderungen gestellt. Dabei werden die Potenziale der Sonnenschutztechnik hinsichtlich Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, visuellen und thermischen Komfort sowie gesundes und leistungsförderndes Raumklima noch bei Weitem nicht vollständig ausgeschöpft. In Kooperation der drei Sonnenschutzverbände IVRSA (Deutschland), BVST (Österreich) und VSR (Schweiz) entstand daher unter der Federführung des Experten Ing. Johann Gerstmann ein neues Nachschlagwerk unter dem Titel „Sommertauglichkeit im Wohnbau“.

Gerstmann ist zugleich Sprecher des österreichischen Bundesverbandes Sonnenschutztechnik. Die Publikation stellt Sonnenschutztechnik in den Kontext der aktuellen Energie- und Klimapolitik und schafft so die Basis für eine zeitgemäße und ganzheitliche Sicht auf eine der bewährtesten grünen Technologien.

Die Variabilität von Markisen, Raffstoren und Rollläden hat hinsichtlich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Kontext der Energie- und Klimapolitik und des Komfortanspruchs große Bedeutung. Denn Außen- und Innenbeschattungen, die sich an die klimatischen Gegebenheiten und individuellen Bedürfnisse anpassen lassen, können auf smarte Art und Weise den Energie- und Lichteintrag bedarfsgerecht regeln. So minimieren sie den Energiebedarf von haustechnischen Anlagen, aber vor allem optimieren sie den visuellen und thermischen Komfort für Nutzerinnen und Nutzer.

Fokus auf den Nutzer

Die Broschüre „Sommertauglichkeit im Wohnbau“ stellt vor allem den Menschen in den Mittelpunkt der Betrachtungen. Gerstmann: „Niemand baut ein Haus oder saniert seine Wohnung primär aufgrund der Energie- oder Umweltpolitik, vielmehr sind der Innenraumkomfort und das Wohlbefinden mit all seinen Aspekten ausschlaggebend. Aber dass gutes Raumklima heute möglichst wenig Energie und Ressourcen verbrauchen sollte, ist eine Notwendigkeit.“

Sorgt für Komfort

Gute Luft, gutes Licht und eine angenehme Raumtemperatur sind die wesentlichen Komfortfaktoren – und mindestens zwei davon stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Sonnenschutztechnik. Das Solar- und Lichtmanagement transparenter Bauteile ist eine wichtige planerische Aufgabe, die vor allem im ersten Teil der Broschüre diskutiert wird. Im zweiten Teil wird aus aktuellen nationalen und internationalen Studien renommierter Institute und Universitäten zitiert.

Klimatisierung ist zu vermeiden

„Während Gebäude immer weniger Energie fürs Heizen benötigen, steigt das Risiko der sommerlichen Überwärmung. Das gilt vor allem für den Bestandswohnbau im städtischen Bereich, der noch für ein kühleres Klima ausgelegt und kaum mit wirksamem Sonnenschutz ausgerüstet ist. Um dies in den Griff zu bekommen, gilt es – wie bei der Reduktion der Heizwärme – zuerst alle passiven Maßnahmen auszuschöpfen, bevor Klimageräte installiert werden“, ergänzt Wilhelm Hachtel, Vorsitzender der IVRSA.

Variabler und vor der Verglasung angebrachter Sonnenschutz ist hinsichtlich der Prävention gegen Überwärmung die effektivste grüne Technologie, die den Energieeintrag in Gebäude um bis zu 95 Prozent reduzieren kann – und das bei einer beeindruckend positiven CO2-Bilanz. Wirksamer Sonnenschutz kann damit den steigenden Energiebedarf für Gebäudekühlung in Grenzen halten und verhindert zudem das Aufheizen des Außenraums durch die Abwärme dieser Geräte – was vor allem im städtischen Bereich zum Tragen kommt.

Kostenloser Download

Gerstmann: „Wir verstehen diese Broschüre als faktenbasierte Wissensplattform für alle interessierten Experten, Planer und Berater sowie für die die gesamte Branche!“ Die IVRSA sowie die übrigen Verbände für Sonnenschutz in der D-A-CH-Region stellen die Broschüre auf ihren Webseiten zum Download bereit. Liegen neue Erkenntnisse und Fakten vor, wird sie aktualisiert. Das Nachschlagwerk können Sie über diesen Link herunterladen.

Mehr Informationen zur IVRSA erhalten Sie hier.

 

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