29. April 2021

Roto-Gruppe steigert Umsatz und Ertrag

Dr. Eckhard Keill: „Nach einem ‚blendenden‘ Jahresauftakt mit zweistelligen Zuwachsraten rechnen wir mit einem guten Jahr 2021.“ Foto: Roto

Der Baubeschlaghersteller Roto berichtet von einer „insgesamt erfreuliche Entwicklung mit zum Teil übertroffenen Erwartungen“. Im Coronajahr 2020 ist es dem Unternehmen trotz der weltweiten Turbulenzen gelungen, Umsatz und Ertrag zu steigern. Im 1. Quartal 2021 hat sich mit zweistelligen Zuwachsraten das Wachstumstempo noch beschleunigt.

Dr. Eckhard Keill, Vorstand der Roto Frank Holding AG, erwartet daher auch für das laufende Jahr eine gute Performance. Freilich gebe es auch konkrete Risikofaktoren. Neben den nach wie vor nicht kalkulierbaren wirtschaftlichen Pandemie-Auswirkungen gelte das aktuell besonders für die großen Probleme im externen Rohstoff-, Transport- und Logistikbereich.

Für 2020 meldet Keill einen konsolidierten Gruppenumsatz von 685,7 Mio. Euro (nach 665,8 Mio. Euro). Die daraus resultierende Wachstumsrate von nominal drei Prozent liegt damit etwas über der im November letzten Jahres publizierten Schätzung von knapp zwei Prozent. Dazu habe die in jeder Phase uneingeschränkte Lieferfähigkeit maßgeblich beigetragen.

Zufrieden mit der Entwicklung der drei Divisionen

Die Division Fenster- und Türtechnologie (FTT) konnte die „ausgeprägten Markt- und Umsatzeinbrüche“ im Frühjahr in den Folgemonaten komplett kompensieren und den Vorjahresumsatz erreichen. Überdurchschnittlich gute abgeschnitten hat sich die Division Dachsystem-Technologie (DST), die ein hohes einstelliges Wachstum erzielen konnte. Roto Professional Service (RPS), Spezialist für die umfassende Nachversorgung von Fenstern und Türen, verzeichnete als jüngste Division ein zweistelliges Plus.

Alle Vorhaben realisiert

Die Ertragssituation verbesserte sich „deutlich“, hebt der Holding-Vorstand hervor. Das Gruppenergebnis sei unter anderem dank eines effizienten Ressourcen- und Kostenmanagements spürbar gestiegen. Die weitere Stärkung der ohnehin hohen Eigenkapitalquote sei ein klares Zeichen für die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens. „Das ist gerade in Krisenphasen ein wichtiger Sicherheitsfaktor für die Marktpartner“, so Keill.

„Wir konnten alles realisieren, was wir uns vorgenommen hatten“, bilanziert Keill. Auch für 2021 rechnet der Vorstand mit einem ebenfalls herausfordernden Jahr. Die Bauwirtschaft und damit auch die Fensterbranche profitiere aber nach wie vor von den verstärkten privaten Eigenheim-Investitionen. Wie lange dieser Trend anhalte, sei aber völlig ungewiss.

„Wie bisher hart arbeiten“

Mit einer deutlich zweistelligen Erhöhung des Gruppenumsatzes im 1. Quartal 2021 seit der Jahresauftakt für Roto „blendend“ ausgefallen, erklärt Keill. Alle drei Divisionen seien gewachsen. Auch die Ertragslage habe sich nochmals weiter verbessert. Auch wenn mit einer Abschwächung des Wachstumstempos im Jahresverlauf zu rechnen sei, geht Keill dennoch von einem „guten Gesamtjahr aus“.

Roto wolle sich aber nicht mit dem Erreichten zufrieden geben, sondern wie bisher „hart zu arbeiten“, um zum Beispiel den vorhandenen Lieferzeitenvorsprung zu behaupten. Die ständige Prüfung und Erfüllung der relevanten Kundenbedürfnisse seien daher zentrale Punkte auf der Agenda.

Unsichere Rohstoff-Lage

Sorgen bereitet Keill die Situation auf den internationalen Rohstoff- und Logistikmärkten. Auf der einen Seite habe man es mit einer zunehmenden Materialknappheit und auf der anderen Seite mit ungenügenden Transport-Kapazitäten zu tun. Beides treibe das Preisniveau extrem nach oben und belaste funktionierende Lieferketten. Überhaupt sei generell mit inflationären Tendenzen zu rechnen, die auch bei Roto die Preisgestaltung beeinflussen würden.

Auf die Homepage des Unternehmens gelangen Sie über diesen Link.

 

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