28. Juni 2023

Beschlagbranche trotz Rezession optimistisch

Blick ins Auditorium der FVSB-Jahresmitgliederversammlung. Foto: FVSB

Ein Referent und 36 Teilnehmende aus 29 Mitgliedsunternehmen – das sind die Eckdaten der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie e.V. (FVSB) am 6. Juni 2023 in Velbert. Stephan Schmidt, Geschäftsführer des FVSB, begrüßte zusammen mit dem FVSB-Vorsitzenden Karl Kristian Woelm die Teilnehmenden im Verbandshaus.

Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Clusters Globale und regionale Märkte, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW), setzte die Teilnehmenden zur Lage und den Perspektiven für den Immobilienmarkt mit seinem Vortrag „Zwischen Sanierungspflichten und Zinsschock“ ins Bild. Der Immobilienexperte hatte tröstliche Nachrichten für die Zuhörenden. Auch wenn die Baubranche sich derzeit in einer Rezession befände, sei mit einer zunehmenden Bautätigkeit ab dem Jahr 2025 zu rechnen.

Abschwächung erwartet

Anschließend berichtete der stellvertretende FVSB-Geschäftsführer Holger Koch über die positive Entwicklung im Jahr 2022 mit einem 4. Quartal, das den weiteren Verlauf mit einem Negativtrend im Jahr 2023 bereits ankündigte. Nach vielen Jahren des Wachstums verzeichnet der Bereich Bau in 2022 ein weiteres Plus: Das Produktionsvolumen stieg um 5,9 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro und entwickelte sich etwas günstiger als die weiteren Bereiche Möbel und Kfz, die alle zusammen 7,6 Milliarden Euro Produktion ausmachen.

Für das Jahr 2023 erwartet der FVSB allerdings eine Abschwächung. „Aufgrund der geopolitischen Lage und den Auftragsrückgängen im Bauhauptgewerbe bleiben negative Folgen für unsere Branche nicht aus“, erläuterte Koch. Das habe bereits das 1. Quartal 2023 gezeigt. In den ersten drei Monaten des Jahres ist der Auftragseingang bei der Schloss- und Beschlagindustrie in Deutschland um 20,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Woelm zeigte sich ob dieser Entwicklung zwar besorgt, rechnet aber nicht mit einer langanhaltenden Krise: „Wie Professor Voigtländer in seinen Ausführungen gezeigt hat, ist der Bedarf an Immobilien schon aufgrund der Zuwanderung da. Daher wird es vermutlich nach ein oder zwei schwächeren Jahren wohl auch wieder aufwärts gehen.“ Diese Hoffnung teilen viele Anwesende, wie sich in der abschließenden Gesprächsrunde herausstellte.

Vorstand bestätigt

Woelm wurde als Vorsitzender in seinem Amt ebenso bestätigt wie der langjährige stellvertretende Vorsitzende Wolf Hoppe (Hoppe AG) und als stellvertretende Vorsitzender Matthias Kohl (Beyer & Müller GmbH & Co. KG. Richard Rackl (CES-Gruppe) und Volker Kirchberg (Niederhoff & Dellenbusch GmbH & Co. KG) sind als Vorsitzende von Fachabteilungen satzungsgemäß Mitglied des Vorstands. Hinzugewählte Vorstandsmitglieder sind Andreas Fuhr (Carl Fuhr GmbH & Co. KG), Michael Hensel (dormakaba Deutschland GmbH), Julius von Resch (Gretsch-Unitas GmbH) und Robert Schlieper (Wilka Schließtechnik GmbH). Darüber hinaus gibt es mit Martin Graé (Roto Frank AG) ein kooptiertes Vorstandsmitglied.

Michael Meier hat sich nach 21 Jahren der Vorstandsarbeit nicht erneut zur Wahl gestellt. Statt des langjährigen Geschäftsführers von der Simonswerk GmbH wird Michael Muhl, Regional Director Central Europe beim Bandhersteller aus Rheda-Wiedenbrück, als hinzugewähltes Mitglied den Vorstandssitz von Meier übernehmen.

Abschließend stellte sich die neue Verbandsmitarbeiterin Silke Koppers als Referentin für Kommunikation und Projektmanagement vor und erläuterte ihre Tätigkeitsfelder.

Die nächste FVSB-Jahresmitgliederversammlung findet voraussichtlich am 20. Juni 2024 statt.

Mehr zum FVSB gibt es bei einem Klick auf diesen Link.

 

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