Warema schließt Geschäftsjahr 2025 stabil ab
Nachhaltige Transformation konsequent vorangetrieben
Stabilisierung in Krisenzeiten und eine nachhaltige Transformation sind für Vorstandsvorsitzende Angelique Renkhoff-Mücke zentrale Themen. Foto: Warema
Die Warema Group blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück. In einem weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfeld erzielte das Unternehmen einen Umsatz von über 678 Millionen Euro und bewegte sich damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (687 Millionen Euro). Parallel dazu hat Warema seinen Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht und unterstreicht darin den konsequenten Ausbau seiner Klimastrategie sowie die schrittweise Vorbereitung auf die künftig verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Das Jahr 2025 war geprägt von einer anhaltenden Seitwärtsbewegung der Märkte, einer insgesamt verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung und einer hohen Planungsunsicherheit. Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus geopolitischen Spannungen, deren Auswirkungen auch Warema nicht unberührt ließen. Trotz dieser Rahmenbedingungen zeigt sich das Unternehmen robust aufgestellt. Die Warema Group konnte ihre Leistungsfähigkeit stabil halten und ihre Organisations- und Widerstandskraft weiter stärken – sowohl strukturell als auch kulturell.
„Es war bereits absehbar, dass 2025 kein Jahr des Wachstums wird, sondern der Stabilisierung“, sagt Angelique Renkhoff-Mücke, CEO der Warema Group. „In wirtschaftlich unsicheren Zeiten zeigt sich, wie belastbar ein Unternehmen wirklich ist. Unsere Resilienz – auch im Denken und Handeln – hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir diesen Kurs halten konnten.“
Vorsichtiger Ausblick auf 2026
Unter Abwägung aller derzeit bekannten Faktoren rechnet die Unternehmensleitung für das Jahr 2026 ebenfalls eher mit einer Seitwärtsbewegung. Die Planung sieht zwar eine leicht verbesserte Gesamtleistung im Vergleich zu 2025 vor, doch steigende Kosten auf der Rohstoffseite – etwa für Benzin, Diesel und Energie insgesamt –, höhere Löhne und Materialkosten sowie anhaltender Preisdruck werden sich spürbar auf das Ergebnis auswirken. Die Zahlen dürften sich auf einem ähnlichen Niveau bewegen wie im Vorjahr.
„Unser Blick nach vorn ist vorsichtig optimistisch“, so Renkhoff-Mücke. „Wie sich das Jahr 2026 entwickeln wird, hängt maßgeblich von der weiteren gesamtwirtschaftlichen Lage ab. Wir sind vorbereitet, bleiben aber realistisch in unseren Erwartungen.“
Transformation mit klarem Kurs
Durchweg hohe Erwartungen an sich selbst hat Warema hinsichtlich ihrer Sustainability-Vorhaben. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2025 setzt das Unternehmen den im Jahr 2024 begonnenen Übergang zu einer gesetzlich verpflichtenden Nachhaltigkeitsberichterstattung konsequent fort. Diese Regelung wird zwar voraussichtlich erst für das Berichtsjahr 2027 greifen, doch das Marktheidenfelder Familienunternehmen bereitet sich schon umfassend auf die erweiterten Anforderungen vor.
Warema geht es jedoch nicht nur um die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Kern der Klimastrategie bleibt es, wirtschaftliche Entwicklung sowie soziale und ökologische Verantwortung miteinander in Einklang zu bringen. „Nachhaltigkeit ist kein Zusatzthema, sondern integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, betont Renkhoff-Mücke. Das Einhalten des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens, welches Warema aktiv unterstützt, stellt dabei ein zentrales Thema dar.
Konkrete Fortschritte
Das zeigt sich deutlich in den Maßnahmen zum kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien sowie an der Steigerung der Energieeffizienz. Allein in den Jahren 2023 und 2024 wurden insgesamt fünf neue Photovoltaik-Anlagen projektiert. So produzierte Warema im Jahr 2025 rund 2,6 GWh Solarstrom für den eigenen Bedarf. Damit konnten etwa 16 Prozent des Stromverbrauchs im Unternehmen gedeckt und rund 890 Tonnen CO2 in Scope 1 und Scope 2 eingespart werden. Verglichen mit dem Basisjahr 2021 konnte der Corporate Carbon Footprint (CCF) deutlich reduziert werden (Reduktion um 13 Prozent in den Scopes 1 und 2 und eine Reduktion von 39 Prozent in Scope 3).
„Besonders im Scope 3, also den Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, haben wir bereits mehr erreicht, als wir uns ursprünglich vorgenommen hatten“, erklärt Renkhoff-Mücke. Konkret möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2030 25 Prozent der Emissionen in Scope 3 im Vergleich zum Basisjahr 2021 einsparen. Auch in den Scopes 1 und 2 (Emissionen aus eigenem Energieverbrauch von fossilen Brennstoffen und Strom) bleibt das Ziel einer Reduktion von 42 Prozent bis zum Jahr 2030 bestehen. Dieses Ziel erfordert kontinuierliches Engagement auf allen Ebenen des Unternehmens.
Auf die Homepage von Warema gelangen Sie über diesen Link.
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