25. Juni 2026

Bau 2027: Status quo und Planungsstand

Die Bau 2027 fokussiert sich auf vier Leitthemen. Foto: Messe Muenchen GmbH

In weniger als sieben Monaten trifft sich die internationale Baubranche wieder in München. Vom 11. bis 15. Januar 2027 präsentiert die Bau zukunftsfähige Lösungen und Produkte aus dem Bauwesen. Zu den zentralen Themen der Veranstaltung zählt unter anderem die Schaffung von Wohnraum bei effizientem Einsatz von Ressourcen und klimagerechter Architektur.

Die Bauwirtschaft befindet sich im Umbruch: Während Wohnungsbau, Infrastruktur und Sanierung unter hohem Kosten- und Zeitdruck stehen, steigen zugleich die Anforderungen an Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Produktivität. Wer heute baut, muss mehr leisten – mit weniger Fachkräften und oft komplexeren Rahmenbedingungen.

Die Bau möchte in dieser Umbruchsphase als Plattform zur Orientierung dienen. Dies zeigt sich bereits ein gutes halbes Jahr vor Messebeginn. Zu den bereits angemeldeten Ausstellern zählen Unternehmen wie Agrob Buchtal, Assa Abloy, Bechmann, dormakaba, Fritz Egger, Erlus, Geze, Gretsch-Unitas, Hörmann, Kleusberg, Renson, Schüco, Sika und Tarkett. Insgesamt befindet sich der Anmeldestand auf dem Niveau des vergleichbaren Zeitraums zur Vorveranstaltung.

Projektleiterin Cornelia Lutz bewertet die positive Resonanz auf Ausstellerseite als deutliches Zeichen für Optimismus innerhalb der Branche: Die starke Nachfrage führender Aussteller zeigt, dass die Unternehmen nach vorne blicken und aktiv gestalten wollen. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld wird deutlich: Die Branche setzt auf Austausch für die Zukunft des Bauens.“

Fokus auf vier Leitthemen

Im kommenden Januar stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt: Lebensraum im Wandel, Material und Ressource, Digitalisierung und Produktivität sowie Klimaschutz und Klimaanpassung nehmen sowohl in den einzelnen Ausstellungsbereichen als auch auf den Bühnen und Sonderschauen im Rahmenprogramm eine wichtige Rolle ein.

Lebensraum im Wandel steht für Wohn- und Quartierskonzepte, die flexibel, barrierefrei, bezahlbar und für unterschiedliche Lebensphasen geeignet sind. Der Fokus liegt auf der besseren Nutzung bestehender Gebäude, auf der Umwandlung von Leerstand in Wohnraum sowie auf einfacheren Bauprozessen. Ziel ist es, schnelleren und wirtschaftlicheren Wohnraum zu schaffen, ohne Qualität und Lebensqualität aus dem Blick zu verlieren.

Material und Ressource beschreibt den verantwortungsvollen Umgang mit Baustoffen, Gebäudebestand und gebundener Energie. Wichtige Aspekte sind hierbei der Erhalt und die Umnutzung bestehender Gebäude, klimagerechte Materialentscheidungen sowie Bauweisen, die Ressourcen schonen und Gesundheit fördern. Digitale Produktpässe, Materialkataster und Plattformen schaffen die Grundlage dafür, Baustoffe künftig gezielt wiederzuverwenden und echte Kreislaufwirtschaft im Bau zu ermöglichen.

Digitalisierung und Produktivität setzt sich mit dem Wandel zu effizienteren, vernetzten und datenbasierten Planungs-, Bau- und Betriebsprozessen auseinander. Digitale Werkzeuge wie generatives Design, digitale Zwillinge und smarte Gebäudeinfrastruktur bieten großes Potenzial, um Kosten- und Effizienzdruck zu begegnen. Entscheidend für den nächsten Schritt sind mehr digitale Kompetenz, bessere Integration und moderne Genehmigungsprozesse.

Klimaschutz und Klimaanpassung skizziert die Aufgabe, Gebäude, Städte und Quartiere emissionsärmer und zugleich widerstandsfähiger gegenüber Hitze, Starkregen und Überflutungen zu machen. Entsiegelung, Schwammstadtprinzipien und grüne Infrastruktur leisten dabei einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit, Gesundheit und Lebensqualität. Klimagerechtes Bauen wird damit nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich zur Notwendigkeit.

Im Hinblick auf Effektivität und Kosteneinsparungen treibt die Bau im kommenden Januar das Zukunftsthema Serielles und Modulares Bauen weiter voran. Neben einer Kooperation mit dem Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg wird der Ausstellungsbereich Serielles und Modulares Bauen einen Teil der Halle A2 belegen.

Premiere für Sonderbereich „Black Box“

Im Rahmen der Bau 2027 findet erstmals das neue Format „Black Box“ statt. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Ausstellungsbereich wie in den übrigen 18 Messehallen. Vielmehr stellt die „Black Box“ die verschiedenen Bauprozesse in den Vordergrund und vereint die einzelnen Aspekte wie Planung, Ausführung und Entscheidung. Ziel ist es, Lösungen entlang realer Prozesse, Schnittstellen und Anwendungen sichtbar zu machen und über die isolierte Produktpräsentation hinauszugehen.

Tickets für die Bau 2027 sind voraussichtlich ab Mitte August 2026 online verfügbar.

Mehr Infos zur kommenden Bau finden Sie hier.

 

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