17. November 2017

Ventanas Rückblick auf 2017

Mit der Investition in Ausstattung und zusätzliches Personal hat Ventana auf die stark gestiegene Nachfrage nach Sonderfenstern reagiert. Foto: Ventana.

Die Entscheidung vieler Fensterbau-Unternehmen, sich auf die Kernkompetenz zu beschränken und Sonderelemente von Spezialisten zuzukaufen, hat Ventana in 2017 zu einem überproportionalen Wachstum verholfen. Das Unternehmen hat daher nicht nur maschinell aufgerüstet, sondern auch seine Belegschaft weiter aufgestockt.

Durch zusätzliche Montage- und Biegetische konnte die Kapazität sowohl im Bereich der Sonderfenster als auch im Bereich der Hebe-Schiebe-Türen erweitert werden. Durch neue und flexiblere Schichtsysteme konnte auch die Kapazität im Bereich der personalintensiven Produkte erhöht werden.

Rohling statt Bogen

Gerade diese handwerkliche Kompetenz hat auch dazu geführt, dass sich Kunden im Bogenfensterbereich zunehmend entscheiden, statt einzelner Bögen ganze Fensterrohlinge, teils komplett mit Beschlag, zu bestellen. „Der herkömmliche Fensterhersteller benötigt in jedem Fall mehr Zeit für den Sonderbau. Außerdem ist es für den Fensterhersteller oft schwierig, die Produktionszeit abzuschätzen, so dass die Preiskalkulation oft zum Wagnis wird", erklärt Geschäftsführer Stefan Schwanekamp.

Exportmärkte boomen

Die Gründe für die steil angestiegene Auftragskurve sind vielfältig, ein wichtiger Grund ist das wachsende Volumen aus den Exportmärkten Italien, Österreich, Schweiz und Benelux mit den jeweiligen landesspezifischen Anforderungen. Die Bearbeitung des italienischen Marktes wurde neu strukturiert und ein neuer Techniker eingestellt, so dass auch für diesen Markt das landesspezifische Knowhow noch einmal erweitert wurde. Auch der französische Markt wird nun vom Standort Deutschland aus bedient. Ein Verkäufer und ein Techniker wurden eingestellt, landestypische Systeme aufgenommen und die Logistik erweitert.

Eine Herausforderung ist nach wie vor auch der deutsche Markt. Neue Profilsysteme mit einer steigenden Anzahl von Kammern verlängern den Biegeprozess und beeinflussen die möglichen Biegeradien erheblich. Teilweise können sie nicht einmal mehr oder nur eingeschränkt zu Sonderfenstern verarbeitet werden. Bei all diesen Entwicklungen stellt Stefan Schwanekamp eines klar: „Sonderbau ist Handwerk und erfordert exzellente Kenntnisse zu Beschlagtechnik, Montagemittel und Logistik. Mal abgesehen von den manuellen Fähigkeiten, ein Sonderfenster in hoher Qualität zu fertigen. Dafür sind Fachkräfte von höchster Bedeutung, aber natürlich auch unser Netzwerk innerhalb der Branche."

Lieferverzögerungen

Bei allem Wachstum blickt die Geschäftsleitung auch kritisch auf das Jahr 2017 zurück. „Wir hatten Lieferverzögerungen, die unserem Anspruch an Zuverlässigkeit zuwiderliefen", erklärt Schwanekamp selbstkritisch. Mit einem Ausbau der Produktionskapazitäten, weiterer Digitalisierung innerhalb der Auftragsabwicklung und zahlreichen Neueinstellungen wurde reagiert, aber nicht schnell genug. Diese Herausforderung zu meistern ist daher für das nächste Jahr ein wichtiges Ziel. Auch der Kundenkontakt und der Informationsfluss soll noch einmal verbessert werden. Neben dem Besuch der Fensterbau Frontale sollen die Kunden über weitere Medien anforderungsrelevante technische Informationen erhalten. Bereits in diesem Jahr erhielt eine Veranstaltung mit Live-Montagen von Hebe-Schiebe-Türen eine durchweg positive Resonanz.

Auf die Homepage von Ventana gelangen Sie über diesen Link.

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