1. Juli 2020

Generationswechsel im Vorstand von Geze

Brigitte Vöster-Alber. Foto: Geze

Brigitte Vöster-Alber scheidet aus der Geschäftsführung der Geze GmbH aus und wechselt zum 1. Januar 2021 in den Aufsichtsrat. Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 hat sich die geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens aus Leonberg bei Stuttgart aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Sie leitete das 1863 gegründete Familienunternehmen seit 52 Jahren.

Bei Geze findet nun ein Generationswechsel statt. Die Nachfolge wurde sorgfältig und langfristig vorbereitet. Marc Alber, Andrea Alber und Sandra Alber sowie Tomislav Jagar arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Geschäftsleitung von Geze zusammen und führen diese ab Juli 2020 gemeinsam fort. In 52 Jahren Geschäftsführung hat Vöster-Alber mit einem sicheren Gespür für die Anforderungen des Marktes, viel Mut und Durchsetzungskraft das Unternehmen erfolgreich gemacht. Vorausschauend und bereit Risiken einzugehen, hat sie unter anderem die Internationalisierung des Unternehmens schon früh vorangetrieben, heißt es in der Mitteilung von Geze. Heute betreibt das Unternehmen insgesamt vier Fertigungsstandorte: am Firmenstammsitz in Leonberg, in China, in Serbien und in der Türkei. Hinzu kommen weltweit 32 Tochtergesellschaften.

Unternehmerin aus Leidenschaft

Vöster-Alber hat deutsche Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Nach dem frühen Tod des Vaters und des Großvaters übernahm sie mit nur 24 Jahren die Geschäftsführung des bereits international erfolgreichen Ski- und Bauprodukteherstellers. Eine Frau an der Spitze eines Unternehmens war damals eine Seltenheit, heute sind Frauen in Führungspositionen bei Geze selbstverständlich.

Als Familienunternehmerin der 5. Generation setzte sie neue Impulse, modernisierte das Produktportfolio und gründete Tochtergesellschaften weltweit. Ihr Mann Hermann Alber stand ihr dabei sowohl privat als auch 31 Jahre in der Funktion des Geschäftsführers Technik zur Seite. Er initiierte beispielsweise die Gründung einer eigenen chinesischen Tochtergesellschaft in Tianjin 1996. Gemeinsam machten sie das Unternehmen zu einem der führenden Global Player für Hightech-Systeme an Türen und Fenstern.

Soziales Engagement

Als Mutter von vier Kindern ist ihr das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders wichtig. Mit knapp einem Drittel ist bei Geze der Anteil von Frauen in Führungspositionen groß. Für Vöster-Alber ist unternehmerisches Engagement schon immer verbunden gewesen mit dem Engagement für soziale- und kulturelle Projekte. Sie unterstützt beispielsweise Kinder-Hilfsprojekte wie die Stuttgarter „Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V.“ oder das Kinderhilfswerk „Plan International“. Aber auch Sponsoring-Aktivitäten für Kunst, Kultur und Sport sowie für das Wohl der Tiere haben einen hohen Stellenwert.

Für ihr Lebenswerk hat Vöster-Alber zahlreiche Auszeichnungen erhalten: 2009 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. 2013 erhielt sie die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leonberg. 2016 bekam sie die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen, zudem ehrte sie die Konrad-Adenauer-Stiftung mit dem Preis „Soziale Marktwirtschaft 2016“.

Die Homepage von Geze erreichen Sie über diesen Link.

 

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